Winterreifen Ratgeber – Damit du nicht ins Rutschen kommst!

Schon bald wird es hierzulande wieder ungemütlich auf den Straßen. Im Herbst und Winter sorgen Laub, Nässe, Schnee und Eis für Gefahr. Damit du in der kalten Jahreszeit dennoch möglichst sicher unterwegs bist, gibt es einiges zu beachten. In erster Linie sind gute Winterreifen für deine Sicherheit unverzichtbar. Was du beim Winterreifenkauf und dem Wechsel von Sommer- zu Winterrädern beachten musst, kannst du im Folgenden nachlesen.

Checkliste Radwechsel

Unser Tipp: Lade dir unsere Checkliste zum Räderwechsel als PDF herunter und drucke dir diese aus. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt dir der Wechsel sicher ganz schnell.

Winterliche Straßenverhältnisse

Winterreifenwechsel – Der richtige Zeitpunkt macht's!

Du willst dich auch in den Wintermonaten sicher auf den Straßen fühlen? Dann solltest du spätestens im Oktober deine Winterräder aufziehen! Denn die Faustregel "von O bis O" (Oktober bis Ostern) ist ein gutes Maß für den Radwechsel. Sobald die Temperaturen dauerhaft unter ca. 10° C fallen, sind Winterreifen mit ihren besonderen Eigenschaften deutlich sicherer als Sommerpneus.

Doch einen genauen Wechselzeitpunkt oder eine festgesetzte Temperatur gibt es nicht. Verfolge zu deiner eigenen Sicherheit einfach die aktuellen Witterungsverhältnisse. Ist es bereits Ende September über einen längeren Zeitraum kühl, empfiehlt sich ein zeitiger Wechsel. Denn besonders in den Morgen- und Abendstunden fallen die Temperaturen häufig ab, sodass Winterreifen beim Weg zur Arbeit auch im Flachland und ohne schneebedeckter Fahrbahn die sichere Alternative sind.

Extra-Tipp

Unser Tipp: Spare dir mögliche Wartezeiten, falls du den Reifenwechsel in deiner Werkstatt bevorzugst. Viele Autofahrer warten bis zuletzt, sodass die Werkstätten dann oftmals überlastet sind.

Winterreifenpflicht in Deutschland

In Deutschland gibt es seit dem 04.12.2010 eine "konkrete Winterreifenpflicht". Diese ist zwar nicht an einen bestimmten Zeitraum gebunden, legt allerdings fest, dass M+S-Reifen bei Glatteis, Schnee-, Eis- oder Reifglätte sowie Schneematsch aufgezogen sein müssen. M+S steht für "Matsch und Schnee". Das bedeutet, es müssen nicht zwingend Winterreifen aufgezogen werden, da auch einige Ganzjahresreifen (Allwetterreifen) mit der M+S-Kennung versehen sind. Entscheidend ist aber, dass nur reine Winterreifen über eine für winterliche Verhältnisse angepasste Profilbeschaffenheit sowie Materialmischung verfügen.

Nicht alle Ganzjahresreifen sind für den Winter geeignet

Ganzjahresreifen sind in der Regel nicht optimal für die Verwendung bei Schnee, Eis und Kälte. Längere Bremswege und eine schlechtere Haftung sind im Extremfall vorprogrammiert. Wirst du ohne entsprechende M+S-Bereifung bei winterlichen Straßenverhältnissen von der Polizei angehalten, droht dir übrigens ein Bußgeld in Höhe von mindestens 60,- €. Zusätzlich musst du mit 1 Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg rechnen. Viel mehr gefährdest du jedoch dich und andere Verkehrsteilnehmer.

Übersicht aller Bußgelder beim Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V.

Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. klärt alle Fragen und Unklarheiten im Bereich des Verkehrsrechts und bringt für Fahrzeughalter Licht ins Dunkel des Bußgelddschungels. Im übersichtlichen Bußgeldkatalog kannst du dich über alle Verstöße im Bereich der Reifen und die dazugehörigen Bußgelder und Punkte in Flensburg kundig machen. Zudem findest du auf der Seite vertiefende Informationen zum Thema "Autoreifen".

Extra-Tipp

Übrigens: Die Mindestprofiltiefe deiner Winterreifen sollte die Grenze von 4 mm nicht unterschreiten. Zwar darfst du die Reifen laut Gesetz bis 1,6 mm abfahren ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen, doch empfohlen wird ein Wechsel bereits zuvor. Nutze gleich unsere Gutscheine, um beim Kauf neuer Reifen kräftig zu sparen:


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Winterreifenkauf – Was du vorher wissen musst

Nachdem du dich für die sicheren Winterpneus und gegen Ganzjahresreifen entschieden hast, gibt es vor dem Winterreifenkauf einige Dinge zu beachten. Zunächst solltest du dich über die für deinen PKW zulässige Reifenspezifikation schlau machen. Welche Reifengröße darfst du fahren? An einem kurzen Beispiel erklären wir, wie die Größe von PKW-Reifen gruundsätzlich festgelegt ist:

Die Dimension deiner Reifen richtig bestimmen

Beispiel: 195/65 R15 91H

Die Reifenbreite ist der erste Wert im Beispiel. 195 steht für 195 Millimeter, also 19,5 Zentimenter. Das ist die Fläche, die letztlich auf der Fahrbahn aufliegt. Im Profilblock sind viele verschiedene Strukturen und Lamellen eingearbeitet, die für Haftung auf glattem und schneebdecktem Boden sorgen sollen. Der zweite Wert – 65 – bezeichnet die Höhe des Reifens. In diesem Fall ist der Reifen also 6,5 Zentimeter hoch. Der Wert wird von der auf der Fahrbahn aufliegenden Fläche bis zum unteren Rand der Felge gemessen. R15 steht für die Zollgröße des Reifens, in diesem Fall handelt es sich also um einen 15 Zoll-Reifen. Der letzte Zahlenwert gibt den Last -bzw. Tragfähigkeitsindex an. Bei Reifen mit dem Index 91 darf also jeder Reifen einer maximale Last von 615 Kilogramm ausgesetzt werden. Der Buchstabe H steht für den Geschwindigkeitsindex. Auch hier gibt es unterschiedliche Kennzeichnungen. Reifen, die mit einem H versehen sind, dürfen bis zu 210 km/h gefahren werden. All diese Werte findest du auf der Reifenflanke, dem Innen- bzw. Außenbereichs (Seitenwand) eines Reifens.

Reifenflanke

Wo finde ich die passende Reifengröße für mein Auto?

In deinem Fahrzeugschein findest du vermutlich nur eine Reifengröße, es sei denn, du besitzt noch einen alten Fahrzeugschein. Abhilfe leisten kann ein Blick in die Bedienungsanleitung deines Wagens. Solltest du dort nicht fündig werden, hilft dir auch die Werkstatt deines Vertrauens oder der Fahrzeughersteller weiter. Frage am Besten nach den entsprechenden Freigabelisten (COC-Dokument) oder suche diese im Internet. Dort findest du alle für deinen PKW zulässigen Reifenspezifikationen.

Winterreifentests – Ein guter Maßstab für den Reifenkauf

Nachdem geklärt ist, welche Reifengröße für dein Fahzeug geeignet ist, solltest du dich am Besten über qualitativ hochwertige Markenreifen informieren. Dies kannst du beispielsweise in diversen Tests verschiedener Portale, wie z.B. vom ADAC. Dort werden unterschiedliche Pneus unter entsprechenden Witterungsverhältnissen getestet. Einbezogen werden dabei Premiummarken wie z.B. Continental, Goodyear oder Bridgestone, aber auch weniger bekannte Fabrikate wie z.B. Viking, Avon oder BF Goodrich.

Muss es unbedingt ein teurer Marken-Winterreifen sein?

Ohne zu viel zu verraten: Markenreifen bekannter Hersteller schneiden in den Winterreifen-Tests regelmäßig auf den vorderen Plätzen ab. Vor allem unbekanntere Fabrikate oder nicht in Europa hergestellte Reifen finden sich dagegen oftmals mit mangelnden Testergebnissen am Ende des Feldes. Hier gilt: Safety first! Riskiere nichts und wähle zu deiner eigenen Sicherheit Reifen, die in den Tests gute Ergebnisse erzielt haben. Auch wenn diese etwas teurer sind, halten sie, was sie versprechen!

Auf der Seite des ADAC kannst du dir die aktuellen Winterreifentests 2016 für die Größen 225/45R17 H und 185/65R15 T detailliert ansehen. Je nach Reifengröße schneiden die verschiedenen Modelle recht unterschiedlich ab. In der Mittelklasse bei den 225er Reifen überzeugt insbesondere Dunlop mit seinem Reifen "Winter Sport 5". In der Klein- und Kompaktwagenklasse schneiden Goodyear und Michelin mit der Testnote "gut" ab.

Markenreifen

Der Reifenkauf im Internet – Günstig, schnell und sicher!

Es gibt im Internet viele Shops, die eine riesige Auswahl an Reifen anbieten. Dort findest du neue Reifen, egal ob Sommer-, Ganzjahres- oder eben auch Winterreifen. Ein Vorteil des Reifenkaufs im Internet ist zweifelsohne die Auswahl. Fast jeder große Shop bietet unzählige verschiedene Fabrikate an. So kannst du einfach vergleichen, welche Reifen wie teuer sind und wie diese in den Tests abgeschnitten haben. Zusätzlich bieten viele Händler auch Rabattaktionen oder Winterreifen Gutscheine an. Mit diesen kannst du bares Geld sparen.

Beim Reifenkauf im Laden vor Ort schlagen die Händler häufig einen nicht zu verachtenden Prozentsatz auf den eigentlichen Kaufpreis auf. Somit bekommst du die Reifen selten zu den gleichen, günstigen Konditionen wie im Internet. Weitere Vorteile beim Online-Kauf sind der problemlose Umtausch, der schnelle und bequeme Versand sowie die vielfältigen Zahlungsmöglichkeiten.

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Spare viel Geld, indem du unsere Reifen Gutscheine nutzt. Besonders bei folgenden Anbietern findest du mit Sicherheit die passenden Winterreifen:

Extra-Tipp

Unser Tipp: Schaue regelmäßig und über das ganze Jahr hinweg in die Online-Shops, wenn du auf der Suche nach neuen Reifen bist. Oftmals bieten die Anbieter in der Nebensaison hohe Rabatte auf lagernde Reifen, um Platz für Nachfolgemodelle zu schaffen.

Alternative zum Neukauf: Gebrauchte Winterreifen

Auch ein Kauf gebrauchter Winterreifen ist möglich und für einige die günstigere Variante zum Neukauf. Achte jedoch unbedingt auf das Reifenalter (DOT - 4stellige, in die Reifenflanke eingestanzte Nummer). Sind die Reifen älter als etwa acht Jahre (z.B. DOT 3507 – hergestellt in der 35. Kalenderwoche im Jahr 2007), sollte abgewägt werden, ob sich ein Kauf lohnt. Je älter die Reifen, desto länger waren diese in der Regel den Umwelt- und Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das Gummi kann dadurch möglicherweise nicht mehr die gleichen Eigenschaften wie Neureifen besitzen, zum Teil porös oder zu weich bzw. zu hart werden. Zudem muss auf äußerliche Beschädigungen wie z.B. Risse oder eingefahrene Gegenstände und die Profiltiefe (mindestens 4 mm bei Winterreifen) geachtet werden.

Alter Autoreifen

Reifen wechseln leicht gemacht

Der Reifenwechsel: Für viele ein leidiges Thema, das zwei Mal im Jahr ansteht. Das muss nicht sein! Wenn du unsere Tipps und Tricks zum Räderwechsel befolgst, gelingt der Radwechsel im Handumdrehen.

Sind deine neuen Winterschlappen zu Hause eingetroffen, solltest du zunächst einmal einen Termin in der Werkstatt deines Vertrauens vereinbaren, damit die neuen Winterreifen fachgerecht auf die Felgen aufgezogen werden können. Da normalerweise nur Reifenhändler oder Werkstätten die notwendigen Maschinen dafür besitzen, ist dieser Schritt unumgänglich. Sind die Gummis einmal auf der Felge aufgezogen, kann der Reifenwechsel beginnen.

Du willst möglicherweise zum ersten Mal deine Autoräder wechseln? Dann haben wir hier für dich alle wichtigen Tipps zusammengefasst. So wird der Radwechsel zum Kinderspiel!

Alte Winterräder sorgfältig prüfen

Untersuche vor dem Wechsel deine Reifen grob auf Beschädigungen. Dies gilt in erster Linie dann, wenn du keine neu gekauften Räder tauschst. Reifen, die du schon eine längere Zeit fährst, sollten aber unbedingt auf eingefahrene Nägel oder sichtbare Risse im Gummi untersucht werden. Solltest du irgendetwas Auffälliges entdecken, ist es ratsam den betroffenen Reifen zu wechseln oder zumindest von einem Fachmann untersuchen zu lassen. Ebenso solltest du die Felge im Blick haben und mögliche Beschädigungen, wie z.B. Dellen, ernst nehmen. Selbstverständlich gilt die gleiche Prozedur auch für die abmontierten Räder.

Übrigens: In unserem Ratgeber Auto-Wintercheck erfährst du, wie du dein Auto rundum winterfest machst.

Was wird zum Wechsel der Räder benötigt?

Um nun die Räder deines PKW zu tauschen, benötigst du etwas Werkzeug. Unverzichtbar ist der Wagenheber, mit Hilfe dessen du dein Auto soweit anhebst, dass du bequem und sicher die Räder ab- und anmontieren kannst. Außerdem benötigst du einen Radmutternschlüssel (bzw. einen elektrischen Radmutternschrauber), um die Schrauben zu lösen. Bei manchen Modellen ist auch eine spezielle Nuss notwendig, um das Felgenschloss zu lösen.

Radwechsel Auto

So geht's: Radwechsel Schritt für Schritt

  • Platziere den Wagenheber, aber erst nachdem du die Radschrauben mit dem Radkreuz gelockert (nicht komplett gelöst!) hast, an einem stabilen und rutschfesten Untergrund. Ideal ist es, wenn dein Wagen in der Ebene steht und die Handbremse vorsichtshalber angezogen ist.

  • Setze den Wagenheber an der Unterseite des Autos an einem Punkt an, der einen stabilen Eindruck macht und optimalerweise flach ist. Im Handbuch kannst du nachschauen, wo sich der ideale Ansatzpunkt befindet.

  • Kurbele den Wagenheber nur soweit hoch, bis das Rad gerade frei in der Luft schwebt und gedreht werden kann.

  • Lockere die Radschrauben nun komplett und wechsle die Räder. Achte darauf, dass das neu aufgezogene Rad in Laufrichtung montiert wird.

  • Schraube in Folge das neu aufgesetzte Rad mit den Schrauben fest und löse den Wagenheber.

  • Hast du alle vier Räder auf diese Weise gewechselt und dein Auto bereits wieder fest auf dem Boden stehen, solltest du alle Radschrauben noch einmal fest nachziehen.

Woran nach dem Radwechsel zu denken ist

Siehst du, der Wechsel der Räder war nun wirklich kein Problem! Damit du mit deinen neu aufgezogenen Gummis auch sicher unterwegs bist, gibt es jedoch noch ein paar Dinge zu beachten.

Nicht vergessen, den Reifendruck zu prüfen!

Nach dem Radwechsel gehört es dazu, den Reifenluftdruck zu prüfen. Wie hoch dieser sein muss, kannst du im Bord-Handbuch deines Wagens oder auf einem Aufkleber an der Innenseite der Autotür oder des Tankdeckels nachlesen. Meist sollten Reifen einen Luftdruck von 2,2 bis 2,8 bar aufweisen (je nachdem, wie viel Gewicht du beförderst und wie schwer dein Wagen ist). Fahren mit dem richtigen Luftdruck kann sich übrigens deutlich im Benzinverbrauch bemerkbar machen, wodurch sich bares Geld sparen lässt! Außerdem gewährleistet der richtige Reifendruck optimalen Grip auf der Fahrbahn, dadurch einen kürzeren Bremsweg und nicht zuletzt auch eine längere Lebensdauer des Reifens.

Reifendruck prüfen

Festigkeit der Radschrauben kontrollieren

Zu guter Letzt solltest du daran denken, etwa 50 bis 100 Kilometern nach dem Reifenwechsel noch einmal zu prüfen, ob die Radschrauben fest sitzen. Diese können sich eventuell durch Schlaglöcher oder andere Einflüsse etwas gelockert haben.

Lagern der abmontierten Sommerräder

Du hast hierbei mehrere Möglichkeiten. Zum einen kannst du die Räder selbst einlagern. Dazu eignen sich beispielsweise Felgenbäume oder Wandhalterungen. Zu beachten ist, dass Kompletträder (also Reifen auf Felgen) übereinander gelagert werden sollten. Außerdem empfiehlt es sich, die Räder und Felgen vor dem Einlagern zu säubern. Wichtig ist, dass die Räder trocken, dunkel und kühl gelagert werden, damit die Gummimischung nicht an Festigkeit und Elastizität verliert, schneller altert und rissig wird. Alternativ kannst du die Räder auch in einer Werkstatt gegen eine geringe Gebühr fachgerecht einlagern lassen.

COUPONS4U wünscht eine  sichere Fahrt durch die Winterzeit!

Wie du siehst, ist der Kauf neuer Reifen und der Wechsel der Räder gar nicht so kompliziert. Wenn du die aufgeführten Punkte beachtest, steht einer sicheren Fahrt mit günstigen Qualitätsreifen nichts mehr im Wege.

Wir wünschen dir allzeit eine gute Fahrt!