10 tolle Musikblogs – für Insider, Mainstreamer und Musikliebhaber – Teil 1

In den deutschen Charts läuft nur austauschbarer Müll. MTV ist jetzt ein kostenpflichtiger Sender, aber da konnte man eh nur US-Blabla-Sendungen schauen. Viva ist auch nicht besser und Musikzeitschriften sind schlicht und ergreifend zu teuer.

Was machen (Sachen? :D) – Eine sehr tolle und auch wirklich informative Alternative gibt es in Form von Musikblogs. Wer die Charts mag, wird genauso fündig wie alle Angehörigen einer bestimmten Szene. Man findet unheimlich viele Informationen und alles auch noch sehr detailliert: Konzerte, Hörproben, Bilder und Kritiken…

Ich als Musiker habe natürlich einen besonderen Bezug zu all diesen wunderbaren Blogs, die im „WWW“ umher schwirren. Und ihr sollt selbstverständlich daran teilhaben.

Hier nun die erste Hälfte meiner Top-Musikblogs:

1. IN MUSIK GETRÄNKT – …wenn das Lied den Moment macht.: Hier dreht sich alles um den Moment und die Erlebnisse der beiden Betreiberinnen. Unabhängig davon, ob es um Vergangenes in der Rubrik „…erinnert“ oder um völlig gehypte Sachen geht, ihre Erlebnisse prägen einen persönlichen Moment. Dieser Moment wird in den Beiträgen auf eine sehr schöne Art und Weise illustriert. Ein gutes Beispiel findet sich im letzten Artikel über einen Ohrwurm mit dem Namen Jessi Ware -Running.

„Auf unserem Blog schreiben wir über Erlebnisse und Momente, die „in Musik getränkt“ sind. Ob ein tolles Konzert, ein neues Album, welches gerade perfekt zum Lebensgefühl passt, das Festival als Urlaubsersatz oder einfach ein Song, der einem schon seit Jahren sehr viel bedeutet.
Zusammen neue Songs entdecken, alte Künstler wieder aufleben lassen, Momente festhalten und in Erinnerungen schwelgen.“

2. Albumcheck: Dieses wunderbare Blog beschäftigt sich mit fast allen Themen rund um die Musik. Es lassen sich unzählige Album-Reviews (Der Name lässt es ja schon erahnen) finden. Man erfährt alles über junge Künstler, die teilweise auch noch unsigned sind, also faktisch „brand new stuff“. Gerade für diese Künstler, also für die eventuellen Rockstars von morgen, soll dieser Blog eine Plattform bieten. Tolle Interviews und Konzertreviews runden das Portfolio des von der Firma Schreckgespenster geführten Blogs ab.

 

3. Rote Raupe: Von André Habermann aus München ins Leben gerufen, erregt dieses Blog vor allem durch die super Fotos immer wieder meine Aufmerksamkeit. Im Blog werden diese Fotos sehr treffend beschrieben:

„(…) Konzertfotos, die zum Großteil sehr, sehr gut sind. Die Leser dieser Zeilen, die gelegentlich Zeit im Internet zubringen und mit Online-Fanzines vertraut sind und auch den Fotos, die von Journalisten auf solchen Websites veröffentlicht werden, wissen vermutlich, was gemeint ist. Das meiste davon ist lahmer und liebloser Mist, der mies aussieht und bei dem sich die (viel zu oft mit Blitzlicht) fotografierten Musiker fragen, ob sie wirklich so schlimm aussehen. Es wäre interessant zu wissen, wie die Rote Raupe-Fotografen es hinkriegen, aber nahezu jedes mal staunen die fotografierten Künstler: Sehen wir wirklich so gut aus? Sah der Klub wirklich so mondän aus?“

Also schaut euch diesen wunderbar illustrierten Blog an und staunt über Künstler, welche man so abgebildet nur selten findet.

4. Die Indie Blogger: Das Musikgenre des Indie unterliegt, wie viele andere neuere Genres, einen schnellen Wandel. Dementsprechend ist es auch relativ schwierig, sich stetig auf dem neuesten Stand zu halten. Die Indie Blogger liefern eine tolle Möglichkeit, um die neuesten Trends aufzunehmen und in der Szene mitreden zu können:

„Die Indie Blogger haben es sich zum Ziel gesetzt, alle Indie-Jünger auf dem neuestem Stand zu halten, wenn es um musikalische Trends geht. Dabei geht es uns nicht um regelmäßige Alben-Reviews oder Rezensionen, sondern vielmehr aktuelle Trends der Szene zu erkennen und weiterzugeben.“

5. Spreeblick: Bei diesem Blog handelt es sich um den ersten deutschen, unabhängigen Weblog-Verlag. Von tollen Kritiken über die Musikbranche (Stichwort Gema) bis hin zu Musikrezensionen und tollen Podcasts bietet dieses Blog eine riesige Themenbreite und Tiefe. Für alle, die rund um die Musik informiert sein möchten: Besucht dieses Blog!

Den ersten Überblick über meine Lieblinge unter den Musikblogs habt ihr jetzt. Dazu noch zwei Tipps am Rand:

1. Wenn ihr euch durch alle Musikblogs gewuselt habt und einige Musikentdeckungen weiter hören wollt, dann bietet sich Spotify als kostengünstige Alternative zum Kauf bzw. als komfortablere Alternative zu Youtube an.

2. Solltet ihr euch für den Kauf einer Platte oder auch nur für den einzelnen Song interessieren, dann wähle ich immer öfter Musicload. Das geht fix und ist für mich als alter Couponhase auch günstig ;).

Letzter Absatz, oder? JAIN – Ihr dürft euch freuen (Freudenausbrüche, Tänze und überschwängliche Videos bitte als Kommentar posten :D), denn dieser Beitrag ist in ZWEI TEILE gegliedert. Der zweite Folgt in Kürze und wird euch noch mehr interessante Musikblogs vorstellen. Solltet ihr jetzt schon Blogs dieses Themengebietes haben, welche hier definitiv fehlen, dann immer her damit!

 

(Autor des Beitrags: Matthias)

 

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5 Gedanken zu “10 tolle Musikblogs – für Insider, Mainstreamer und Musikliebhaber – Teil 1

  • 6. Juli 2012 um 15:38
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    Also musikalisch sind die Blogs nicht so ganz meins. Bei der Roten Raupe guck ich aber auch ab und zu mal, sind leider in letzter Zeit auch ganz schön Gemeinstreamig geworden, was für eine Plattform die viele Nutzer ansprechen will irgendwie ja aber auch notwendig ist – ABER auch wenn man sich über die Musik streiten kann sind sie doch top gemacht und hier und da herrlich würzig geschrieben … der Blick auf Spreeblick hat sich auf jeden Fall gelohnt, und zwar deswegen:

    http://www.spreeblick.com/2012/05/15/kurz-vor-glockenschlag-auch-ebook-lesung-weitere-plan-b-konzerte/

    Bei „Leben des Brian“ Jehova durch Urheberrecht zu ersetzen verspricht viel Spaß =D

    Antwort
  • 6. Juli 2012 um 17:12
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    Ich würde es als Beleidigung auffassen wenn mein Blog nur „toll“ wäre. Toll sagen nur Kinder oder es wird ironisch gemeint wie in „na toll“. Freue mich dann auf die nächsten 5 die hoffentlich nicht nur „toll“ sind 😉

    Antwort
  • 1. August 2012 um 12:58
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    Klasse Tipp.
    Danke
    Werde auch die anderen Artikel durchlesen.

    Großes Kompliment von mir!
    MfG

    Antwort
  • 26. Januar 2013 um 09:51
    Permalink

    Sehr schöner Artikel, davon fehlen einfach mehr im Netz. Meine zwei absoluten Lieblings Musikblogs sind http://mamuma.de und http://nicorola.de. Auch weil hier immer abseits vom Mainstream Musikkommunikation betrieben wird und ich so schon auf viele tolle Bands aufmerksam geworden bin, die ich sonst nie auf dem Radar gehabt hätte.

    VG

    Antwort

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