Ostern weltweit – die kuriosesten Bräuche

Osterbräuche
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Andere Länder, andere Sitten.  Bei uns suchen viele Kinder und einige Erwachsene vom Osterhasen versteckte Eier. In anderen Ländern geht man da etwas rabiater, abgefahrener und oftmals auch viel traditioneller vor. Unsere Redaktionsfavoriten unter den Osterbräuchen möchten wir euch im Folgenden vorstellen. 

Norwegen

Das österliche Skilaufen ist in Norwegen üblich. Traditionell wandern die Menschen in schneebedeckte Berggebiete. Der Ursprung dieses Brauchs lässt sich in einer Volkssage finden. Diese legt die Entstehungsgeschichte der Norweger dar. Danach soll ein Mitglied eines norwegischen Stammes – manche Quellen sagen, dass es der „Stammesdepp“ war – am Ende der letzten Eiszeit hinter den Gletschern langgelaufen sein. Schlussendlich soll dieses Mitglied in Norwegen gelandet sein. Die Nachkommen des Urnorwegers folgen also im Frühjahr dem Eis und Schnee in die Berge, um es scheinbar noch etwas länger zu genießen.

Finnland

Hier ist das leichte, schmerzfreie Schlagen mit Birkenruten ein Osterbrauch. Damit wird an den Einzug von Jesus in Jerusalem erinnert. Dieser wurde dabei mit Palmwedeln geschlagen. In Finnland stehen die Birkenruten also synonym dafür.

Um nun den Winter zu verscheuchen, ziehen die finnischen Kinder am Ostersonntag mit viel Lärm durch die Straßen. Benutzt wird alles, was zum Krachmachen taugt. Die kalte Jahreszeit soll schließlich bis zum nächsten Jahr vertrieben werden.

Bulgarien

Die älteste Frau der Familie streicht allen Kindern des Hauses mit dem ersten rot gefärbten Ei über das Gesicht, um ihnen Gesundheit und Stärke zu verleihen. Aber der am weitesten verbreitete Osterbrauch in Bulgarien ist das Osterbrot, was traditionell von unverheirateten Frauen gebacken wird.

Irland

Der skurrilste Brauch, den Irland zu bieten hat, ist das Heringsbegräbnis am Ostersonntag. Symbolisch werden hier Heringe zu Grabe getragen. Dies gilt als Zeichen, dass die Fastenzeit, in der Hering als Hauptmahlzeit gilt, vorbei ist.

Frankreich

Hier, aber auch in Österreich und katholischen Regionen in Deutschland, erzählt man Kindern, dass die Karfreitags-Glocken nach Rom fliegen. Das gilt zumindest als Erklärung dafür, dass sie an diesem Tag nicht läuten. Auf dem Rückweg aus Rom verstecken diese Glocken dann noch Süßigkeiten. Diese werden im Gegensatz zu den deutschsprachigen Ländern in Frankreich erst am Ostermontag gesucht.

Mexiko

Die Mexikaner feiern scheinbar gerne länger das Osterfest. Dort findet ein zweiwöchiges Volksfest mit Musik und Tanz statt.

Schweden

In Schweden geht es heimlich zu. Frauen schleichen in der Nacht zu einer Wasserquelle, um das Osterwasser zu holen. Wird diese Aufgabe von den Frauen ungesehen erledigt und sie schaffen es dann noch, ihren Liebsten mit dem Wasser zu benetzen, erobern sie damit seine Liebe. Des Weiteren werden in Schweden mit Osterfeuern die Osterhexen verjagt.

So, das waren unsere Favoriten. Kennt ihr denn noch weitere kuriose Osterbräuche?

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