Fake Shops 2013 – Vorsicht Betrug!

Schummelshops 2013

Wahrscheinlich gibt es kaum noch jemanden, der noch nie im Internet auf Shoppingtour war. Viele Vorteile scheinen einen ja schon fast dazu zu zwingen. Für mich steht da ganz klar der schnelle Preisvergleich und die Lieferung direkt nach Hause im Vordergrund. Zudem kann man auf Rechnung bezahlen und muss nicht sofort den Betrag begleichen. Es spricht eigentlich nichts gegen Onlineshopping. Doch hinter dem scheinbar seriösen Online-Händler kann sich auch ein Betrüger verbergen.

Wir wollen verhindern, dass sich diese Schummelshops noch mehr ausbreiten und ihr vor den Fake-Shops richtig gewarnt seid. (Man sagt: Wenn ein Shop gelöscht wird, kommen 3 neue Shops und treten die Nachfolge an.)  Wir möchten euch aus diesem Grund einige Hinweise und Tipps geben, wie ihr solche dubiosen Händler erkennt. Der Ratgeber- und Verbraucherblog Facto24 hat recherchiert, um eine aktuelle neue Liste mit FAKE SHOPS für das Jahr 2013 zusammenzustellen und präsentiert hier die momentan aktuelle Liste mit Betrügershops 2013.

Die polizeiliche Kriminalstatistik registrierte allein im Jahr 2012 mehr als 270.000 Anzeigen (2006 mehr als 300.000 Anzeigen) wegen Waren- und Warenkreditbetrugs (zur PDF polizeiliche Kriminalstatistik 2012). Gegenüber den Vorjahren kann man einen leichten Rückgang erkennen. Dieser lässt sich evtl. durch die verstärkte Präventionsarbeit begründen. Das Programm Projektleitung Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), der weltweite Online-Marktplatz eBay sowie der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) starteten im April 2006 eine breit angelegte Aufklärungskampagne unter dem Motto „Online Kaufen – mit Verstand!“. Mit 7 Goldenen Regeln wollen sie den Nutzer zum sicheren Online-Handel aufklären. Zu den 7 Goldenen Regeln.

Wie erkenne ich einen Schummelshop:

  • Preise weit unter dem marktüblichen Niveau (30 bis 70 Prozent)
  • Seite ist erst sehr kurz online (überprüfbar ist das unter www.denic.de für deutsche Seiten)
  • Keine oder nur spärliche Informationen zum Seiten-Inhaber oder der Betreiberfirma
  • Nur Vorkasse oder anonyme Zahlungsmittel möglich
  • Wenige oder keine Bewertungen in den einschlägigen Verbraucher-Portalen
  • Viele Beschwerden in Verbraucherschutzforen über den Shop (“warte schon lange auf Lieferung”…, “werde immer vertröstet”…)
  • Konkrete Warnungen vor der Webseite im Internet (einfach mal “googlen”)
  • Briefkastenfirma oder obskure ausländische Adresse als Firmensitz im Impressum
  • Keine (oder auch: keine kostenlose oder kostengünstige) Kontaktmöglichkeit zum Seitenbetreiber

Tipps gegen Betrug beim Online-Kauf:

  • Seien Sie bei Online-Käufen grundsätzlich vorsichtig, besonders wenn die Ware auffallend billig ist.
  • Vorsicht bei Vorauszahlungen vor allem ins Ausland! Nutzen Sie lieber sichere Zahlungssysteme.
  • Keine Zahlungsdienste wie Western Union, paysafe oder Ukash
  • Überprüfen Sie das Impressum der Homepage genau! Ist es vollständig bzw. schlüssig?
  • Informieren Sie sich bei einschlägigen Bewertungsportalen über den Anbieter.
  • Bei Zweifeln lieber Finger weg vom vermeintlichen Schnäppchen!
  • Nutzen Sie kostenfreie Programme („Web of Trust“ oder „Abzockschutz“): Diese zeigen die bekanntesten Fake-Shops im Internet auf.

Was tun, wenn man Opfer geworden ist:

  • Sollten Sie bereits Geld für Ihren Kauf überwiesen haben, informieren Sie sich umgehend bei Ihrer Bank, ob Sie die Zahlung rückgängig machen können. Dies ist innerhalb eines bestimmten Zeitraums in der Regel noch möglich. Bei anderen Zahlungsarten (bspw. Bargeldtransfer) kontaktieren Sie sofort den Dienstleister und lassen ihn die Transaktion stoppen.
  • Sichern Sie alle Beweise für Ihren Online-Kauf: Ob Kaufvertrag, Bestellbestätigung oder E-Mails – bewahren Sie alle Belege für Ihren Kauf auf und drucken Sie diese aus.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei: Mit den gesicherten Unterlagen sollten Sie sich möglichst sofort an die Polizei wenden und Strafanzeige erstatten. Auch wenn die strafrechtliche Verfolgung von Tätern schwierig ist, weil diese oft aus dem Ausland agieren, sollten Sie sich nicht von einer Anzeige abbringen lassen. Nur dann können Löschungen von Fake-Shops konsequent vorangetrieben werden.
Katja
Quellenangabe:
photo credit: Jesse757 photopin cc
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3 Gedanken zu “Fake Shops 2013 – Vorsicht Betrug!

  • 18. Juli 2013 um 11:51
    Permalink

    Ein wirklich toller Beitrag zum Thema Betrug im Internet. Nur leider lesen sich nicht alle Menschen solch gute Beiträge durch und sind der Meinung das es Ihnen selbts nicht passieren kann.

    Viele Grüße
    Alf

    Antwort
  • 18. Juli 2013 um 12:22
    Permalink

    Hallo Katja,
    toller Beitrag, Danke.
    Ich bevorzuge außerdem online-Shops, die in meiner Nähe sind. Da kann man schnell mal hinfahren, wenn es ein Problem gibt………
    Vg. Wolfgang

    Antwort
  • 4. November 2013 um 17:14
    Permalink

    Ein wirklich sehr guter Beitrag.
    jedoch gibt es durchaus manchmal 70% Rabat auch bei seriösen shops.
    Dabei handelt es sich meist um Einzelteile oder Sonderposten.
    Nicht aufgeben! Schnäppchen kann man trotzdem noch im Netz machen.
    Einer Freundin von mir ist es leider schon passiert! Mal sehen, ob Sie Ihre bestellte Ware doch noch bekommt.
    Ich finde zum Beispiel auch Wartezeiten von mehr als 6 Wochen für völlig überzogen! Also 6 Wochen Waretezeit… da kann ich auch im offline Handel bestellen! Da hat man Beratung und kann anfassen.
    Internet shopping sollte eigentlich auch schnell sein!

    Antwort

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