Sparen mit Gratis-Software: 20 kostenlose Programme für Office, Grafik, Sicherheit etc.

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Wer heute noch für Software bezahlt, hat entweder sehr hohe Ansprüche oder weiß nicht Bescheid. Längst gibt es auch für Windows-Nutzer viele hochwertige Freeware und Open Source-Lösungen, die einen kostenlosen Download bieten.

Solche Gratis-Software ist oftmals sogar besser als kommerzielle Programme von Firmen wie Microsoft oder Adobe. Auf jeden Fall lässt sich damit exzellent sparen, da sie meist komplett kostenlos ist und zwar ganz legal.

Wo ist der Haken? Wieso können die ihre Programme einfach verschenken? Nun, das können sie wirklich, denn online gibt es etliche Geschäftsmodelle, die einen gewinnbringenden Betrieb ganz ohne Verkäufe oder Tricks erlaubt. In manchen Fällen gibt es tatsächlich eine besser ausgestattete Version zu kaufen oder aber Firmenkunden müssen eine Lizenz erwerben.

In anderen Fällen, vor allem bei Open Source Software ernähren sich die Entwickler von Spenden oder Service-Leistungen. Auch diese Rechnung geht tatsächlich oft auf, denn wenn jeder Tausendste spendet, ist das bei einer Million Downloads schon eine beträchtliche Summe.

Grundsätzlich steckt die digitale Vervielfältigung dahinter: Es kostet so gut wie nichts, eine Kopie herzustellen, die 100% dem Original entspricht.

Was die Musikindustrie ärgert, das beschert Computer-Anwendern und selbständigen Software-Entwicklern eine große Freude.  Anders als bei der Herstellung stofflicher Produkte, ist die „Herstellung“ einer weiteren Software ein Klacks, sie kostet nichts. Lediglich der Download an sich beschert quasi Transportkosten, aber das erledigen oft Dritte mit Kusshand.

Trotzdem ist Vorsicht geboten, windige Geschäftemacher oder sogar Betrüger bemächtigen sich insbesondere der Open Source-Software und schmuggeln etwa unerwünschte Programme beim Herunterladen ein. Also nur auf der Homepage des Anbieters herunterladen oder bei einer verlässlichen Download-Seite wie

  1. Chip
  2. Heise
  3. Softonic
  4. ZDNet
  5. NETZWELT

 

Nun zu den eigentlichen kostenlosen Programmen, aufgeschlüsselt nach Anwendungsbereichen. In Fällen, wo die Homepage der Software keine deutsche Übersetzung bietet, habe ich zusätzlich ein verlässliches deutsch-sprachiges Download-Portal verlinkt:

 

Office

Open Office – Wer Open Office noch nicht kennt, der sollte es unbedingt ausprobieren. Die Office-typische Benutzer-Oberfläche ist für alle, die ältere Microsoft Office Versionen kennen, sofort nachvollziehbar. Mit OO lassen sich PDF Dateien erstellen und die Suite ist mit Microsoft und Star-Office Dokumenten kompatibel.

Softmaker Office 2008 – Wem Open Office zu klobig ist, kann es mit Softmaker Office 2008 versuchen. Diese ältere Version ist gratis, während die neuste kostenpflichtig ist.

Wink Homepage (Englisch) oder bei Softonic – Powerpoint-Präsentationen gelten oft als langweilig  und konventionell. Wink erstellt Präsentationen in einer Reihe von Formaten, etwa Flash oder PDF, die sichtlich professioneller wirken.

 

Webentwicklung und Datei-Transfer

7zip – 7zip ist die Open Source Alternative zu WinZip. Ich finde sie sogar einfacher zu benutzen. Sowohl Dateien entpacken als auch als Zip oder Tar-Archiv komprimieren funktioniert problemlos.

Filezilla Homepage (Englisch) oder bei Chip – Filezilla ist die Open Source Lösung, um Dateien per FTP auf Server zu spielen. Die Oberfläche ist intuitiv zu begreifen und die Bedienung einfach.

WinSCP – Wem Filezilla nicht genug Optionen bietet oder wer auf höchste Dateitransfer-Sicherheit setzt, für den ist WinSCP noch besser als Filezilla. Neben FTP beherrscht die Gratis-Software für Windows auch SCP und SFTP (Secure FTP).

Phase 5 – Phase 5 ist ein HTML-Editor, der in Deutschland entwickelt wurde und bis heute sehr populär und für Privatanwender nach wie vor kostenlos zu haben ist. Damit lassen sich mit HTML-Kenntnissen Webseiten erstellen.

Notepad++ Homepage (Englisch) oder bei Heise – Wer mehr als HTML kann und machen will, ist mit Notepad++ noch besser bedient. Der Texteditor ist zum Programmieren hervorragend geeignet.

 

Multimedia

Foxit Reader Homepage (Englisch) oder bei Softonic – Wer PDF-Dateien lesen will, der ist meist auf den Adobe Reader angewiesen. Dieser ist aber eine gigantische Software, die teils sehr lange lädt oder aber im Hintergrund Ressourcen verschwendet, um schneller starten zu können. Der Foxit Reader ist schlank und stellt PDFs tadellos dar. Lediglich beim Ausdrucken ganz komplexer Formulare kann es manchmal Abweichungen geben.

Audacity – Audacity ist eine leicht zu bedienende Audioschnitt-Software. Das Open Source Programm erlaubt den kinderleichten Schnitt von Tonaufnahmen jeglicher Art. Ich habe als kompletter Neuling damit den Audioschnitt bewältigen können.

VLC Player – Wer den Windows Media Player nicht gerne nutzt, wird beim VLC eine dankbare Open Source Alternative finden. Der VLC Player sendet keine Daten an Microsoft, ist schlank und unterstützt auch manche Formate, die der Microsoft-Player nicht verarbeiten kann.

 

Grafik

Paint.NET Homepage (Englisch) oder bei NETZWELT – Paint.NET ist das klassische Windows Gratis-Programm für Bildbearbeitung.

Artweaver – Wem die Paint.NET Oberfäche missfällt, der wird mit Artweaver eine Photoshop-ähnliche Software finden, die für die meisten nicht-professionellen Nutzer völlig ausreicht.

Inkscape – Früher gab es vor allem Freehand und Illustrator, wenn es um Vektorgrafiken ging. Heute gibt es eine ausgewachsene Open Source Alternative. Inkscape war die erste Software, die das moderne Vektorgrafik-Format SVG unterstützt hat. Vektorgrafiken haben den Vorteil, ohne Verluste skalierbar zu sein. Wer also Logos, Plakate oder Animationen entwerfen will, kommt daran nicht vorbei.

Blender Homepage (Englisch) oder bei Chip – Professionelle 3D Grafikprogramme gehen leicht ins Geld. Blender ist kostenlos und auch Open Source. Nichtsdestotrotz können damit auf sehr hohem Niveau dreidimensionale Welten entworfen werden.

 

Sicherheit

CCleaner – CCleaner ist ein Programm, dass den Computer aufräumt, unnötige Programme finden und abstellen kann, etwa beim Autostart. Auch Cookies und die unlöschbare index.dat, in der Windows alle jemals besuchten Webseiten speichert, werden vernichtet.

Clamwin Antivirus – Diese Open Source Antiviren-Lösung überwacht und schützt den Windows-Rechner.

Malwarebytes Anti-Malware Homepage (Englisch) oder bei ZDNet – Malwarebytes Antimalware ist eines der besten Programme, um Schadsoftware jeglicher Art zu identifizieren und zu entfernen. Dieses Programm hat mich schon des öfteren gerettet.

Spybot – Spybot sollte ursprünglich vor allem sog. Spyware finden, also etwa Tracking-Cookies, die im Auftrag von Werbefirmen einen jeden Schritt des Computer-Nutzers verfolgen. Aber auch Trojaner und andere Schädlinge werden erkannt und entfernt.

Gmer Homepage (Englisch) oder bei Chip – Wenn die Schadsoftware ganz tief im System steckt, wird sie oft als Rootkit bezeichnet. Herkömmliche Antiviren-Programme können diese übersehen, da sie etwas zu oberflächlich suchen. Gmer schaut ganz tief hinein. Um sicherzustellen, dass Rootkits nicht auch Gmer blockieren, wird das Programm mit einer beliebigen Zeichenkette als Namen heruntergeladen.

 

All diese Programme sind echte Software, die heruntergeladen und auf dem PC installiert wird.

Das bedeutet, sie werden nicht im Browser übers Internet aufgerufen, sondern als eigenständige Anwendungen direkt vom eigenen Rechner – auch wenn dieser nicht am Netz ist. Das hat viele Vorteile, wenn es um

  • Unabhängigkeit
  • Datenschutz
  • Benutzerfreundlichkeit

geht. Die meisten dieser Anwendungen gibt es bislang auch gar nicht in einer reinen Online-Version. Einige haben Internet-basierte Konkurrenten. Ich habe die allermeisten nicht nur getestet, sondern benutze sie seit Jahren erfolgreich. Kennen Sie weitere Gratis-Software in diesen Bereichen? Geben Sie uns Bescheid. Ergänzen Sie diesen Artikel!

* Bild von abbyladybug.

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7 Gedanken zu “Sparen mit Gratis-Software: 20 kostenlose Programme für Office, Grafik, Sicherheit etc.

  • 31. August 2011 um 18:00
    Permalink

    Mir fehlt unter Grafik ganz klar Gimp! Gibt es hier für alle möglichen Betriebssysteme: http://www.gimp.org – Ansonsten: Nützlicher Artikel.

    Antwort
  • Pingback: Sparen mit Gratis-Software: 20 kostenlose Programme für Office …

  • 2. September 2011 um 17:21
    Permalink

    Hey Jens, in der Tat, ich habe lange überlegt ob ich Gimp einbeziehen soll. Allerdings richtet sich der Coupon Blog nicht wirklich an Leute die mit der komplexen Oberfläche von Gimp zurecht kämen wie ich finde.
    Ich selbst habe nur seinerzeit Gimpshop bedienen können weil die Photoshop-Oberfläche drüber war.

    Antwort
  • 21. Oktober 2011 um 20:44
    Permalink

    Gute Seite,
    ich habe jetzt mal Artweaver ausprobiert also mein Urteil Platz 4.
    1.Paint.net mit den Erweiterungspaketen also Plus 378 Neue Funktionen
    2.Gimp
    3.Inkscape
    Was noch fehlt ist SSH Secure Shell was deutlich besser als Filezilla ist da es den Gesammten Server Steuern kann.
    Blender ist sehr schwer zu erlernen besser ist da Wings 3D.
    Und noch was am Rande OpenOffice ist Tot es lebe LibreOffice bei Chip gibt es die DVD Version als iso file was aber auch mit 7zip zerlegt werden kann was ein Brennen überflüssig macht.
    mfg.
    Manni

    Antwort
  • 26. Oktober 2011 um 12:14
    Permalink

    Hey zainhofer,

    danke fürs Feedback! Welche Erweiterungspakete für Paint.NET empfiehlst Du? Hast einen bestimmten SSH Client im Sinn? Libre Office habe ich am Rande mitbekommen aber noch nicht selbst ausprobiert. Was ist daran besser? Wings 3D sieht gut aus, aber hat es einen vergleichbaren Funktionsumfang wie Blender?

    Antwort
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  • 22. März 2016 um 02:04
    Permalink

    Auch Betriebssysteme gibt es kostenlos. Ich benutze seit Jahren Linux Systeme und bin ganz und gar nicht gewillt je wieder zu Windows zurück zukehren.Es lohnt sich Ubuntu und Co mal näher anzusehen. Es macht alles was Windows auch macht und ist mit seinen Office Anwendungen kompatibel zu Windows Office.
    LG
    danih

    Antwort

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